Samstag, 24. September 2005

Shanghai und immer weiter

shanghai

Ich bin mitterweile schon eine Woche in Shanghai und wollte eigentlich schon des oefteren ein kleines Update verfassen, aber es ist kaum zu glauben wie schwer es in dieser Hightechstadt ist, ein ordentliches Internetcafe zu finden. Bilder hochladen oder gar deren Groesse veraendern ist meistens weit zu viel verlangt.

Jetzt habe ich mich aber gerade in meinem Hotel festgesetzt und einige Aenderungen am Computer vorgenommen und siehe da - es funktioniert. Meine neuestes Fotos findet ihr wie gewohnt unter:

http://flickr.com/photos/flo2005/

Die einzelnen Stationen meines Trips:
http://flickr.com/photos/flo2005/tags/mongolei
http://flickr.com/photos/flo2005/tags/bejing
http://flickr.com/photos/flo2005/tags/cruisingdownyangtse
http://flickr.com/photos/flo2005/tags/shanghai


Shanghai ist eine durchweg zwiespaeltige Stadt - einerseits besitzt sie eine sich entwickelnde Kunst- und Kulturszene, wodurch sich die Stadt von allen Staedten in China positiv heraushebt, andererseits ist die Enge und Hektik der Stadt Grund fuer eine kaum vorstellbare Ruecksichtslosigkeit der Menschen. Das gilt sowohl fuer die Chinesen als auch fuer die Expats (in Shanghai lebende Auslaender), die im Taumel des Shanghaier Nachtlebens jedes gute Benehmen vergessen.

Trotz Shanghais Aufbruch in die Moderne findet man auch hier Rueckzugsraeume aller Art. Vor zwei Tagen hatten wir bei dem Besuch eines Tempels das Glueck, ein traditionelles chineisches Begraebnis mitzuerleben. Nach einer laengeren Zeremonie (ich habe natuerlich kein Wort verstanden), wurde ein kunstvoll aus Papier gebautes Schiff mit Geschenken angezuendet. Danach wurde eine Puppe des Verstorbenen ebenfalls verbrannt.

Kurz darauf habe ich die Bekanntschaft mit einem buddhistischen Moench gemacht, der sich erst beeindruckt ueber meine Koerperstaerke gezeigt hat und mich dann vollkommen unvermittelt an Stellen anfasste, die eindeutig zu meiner Intimsphaere gehoren. Wahrscheinlich leiden buddhistische Moenche genauso unter dem Zoelibat wie katholische Priester.

Obwohl ich heute unter einem mittelschweren Kater leide geht es mir sonst gut und ich freue ich mich schon darauf endlich Shanghai zu verlassen. Am Montag geht es mit dem Flieger in die Yunnan Provinz nach Kunming. Vom Charme dieser Provinz gibt es mehr Geschichten, wenn ich dort angekommen bin.

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